Lexikon

A

  • Akoya Perle
    Ab 1905 vom Japaner Kokichi Mikimoto in Salzwasser gezüchtete Austernperle höchster Qualität. Heute wird sie überwiegend in Japan und China gezüchtet. Die Farben reichen von weiß über cremefarben zu rosafarbenem, gelb bis hin zu grünem Schimmer.
  • Alexandrit
    Eigentlich eine Chrysoberyll-Varietät. Seinen Namen trägt er in Anlehnung an den russischen Zaren Alexander II. (1818-1881). Das Besondere am Alexandrit ist sein markanter Farbwechsel. Abhängig von der jeweiligen Lichtquelle erscheint er im Tageslicht Grün, bei Kunstlicht hingegen Rot. Die russischen Alexandrite gelten als die hochwertigsten. Mit einer Mohshärte von 8,5 gilt der Chrysoberyll nach Diamant (10), Moissanit (9,5) und Korund (9) als das vierthärteste Mineral.
  • Amethyst
    Farbstein, gehört zur Familie der Quarze. Mohshärte 7. Amethyste in einem transparenten reinen, mittleren bis dunklen Violett zählen zu den gesuchten Qualitäten. In Europa sind Fundstellen in Idar-Oberstein und Maissau in Niederösterreich bekannt.
  • Anhänger (Collier-Anhänger)
    Er dient zur Akzentuierung einer Halskette oder Colliers und kann Teil eines Schmucksets sein das gleiche stilistische Motive bei Ring und Ohrschmuck aufweist.
  • Ankerkette
    Klassische Kettenform mit ovalen aus rundem Draht gefertigten Gliedern. Vorbild dafür sind Schiffsankerketten.
  • Applike
    Als Applike wird ein aufgesetztes Ornament bzw. ein Beschlag bezeichnet.
  • Aquamarin
    Blaue Varietät des Berylls. Wegen seiner hohen Mohshärtee von 7,5 bis 8 als Schmuckstein sehr geschätzt. Die bedeutendsten Fundorte liegen in Brasilien, Nigeria, Kenia, Mosambik, Madagaskar und Pakistan.
  • Armband
    Schmuckarmband, in unterschiedlichen Edelmetall-Ausführungen, schlicht, mit Farbedelstein- oder Diamantbesatz, oft Teil einer Kollektion oder eines Schmucksets.
  • Asscher-Schliff
    Der Asscher-Schliff ist eine Diamantschliff-Form und durch seine Form und Brillanz dem Brillantschliff ebenbürtig. Im Englischen wird er auch als Square Emerald Cut bezeichnet.

B

  • Baguette Schliff
    Rechteckige Steinschliff-Form mit treppenartigen Facetten.
  • Balkenfassung
    Variante der Kanalfassung. Je ein Farbstein befindet sich zwischen zwei Stegen aus Edelmetall. (engl.: bar setting)
  • Bergkristall
    Reiner, vollkommen farbloser und deshalb transparenter Quarz. Wurde in der Renaissance zur Herstellung geschliffener Prunkgefässer verwendet, kommt heutzutage auch als Schmuckstein vor.
  • Bernstein
    Fossiles gehärtetes Harz, überwiegend aus dem Ostseeraum. Klar oder undurchsichtig in überwiegend honiggelben Farbtönen.
  • Blauer Topas
    Der Topas zählt zu den wertvollen Schmucksteinen. Er besitzt die Mohshärte 8 und wird wegen seiner relativen Häufigkeit auch für große und qualitativ hochwertige Stücke verwendet. Der blaue Topas ist hingegen selten, er wird auch auch als "Edel-Topas" bezeichnet.
  • Brillant
    Der Brillant ist ein geschliffener Diamant mit 57 bzw. 58 Facetten. Der Schliff wurde um 1910 entwickelt, zeichnet sich durch eine hohe Brillanz aus und zählt zu den beliebtesten Diamant-Schliffformen.
  • Brillanz
    Feuer oder Leuchtkraft eines geschliffenen Diamanten.Diese hängt von der Schliffart und der Schliffausführung ab, auch die Proportionen spielen dabei eine wichtige Rolle. Einschlüsse können - je nach Größe - die Brillanz erheblich mindern.
  • Brosche
    Schmuckstück das mittels einer an der Fassung befestigten Nadel angesteckt wird. In der Antike und im Mittelalter auch als Schließe eines Umhangs verwendet.

C

  • Cabochon
    Dabei handelt es sich um eine Farbstein-Schliffform deren Unterseite flach und deren Oberseite gewölbt ist.
  • Carat (Diamant)
    Gesetzliche Maßeinheit für Diamanten und Farbsteine, in Deutschland mit "Kt" in Österreich und der Schweiz mit "ct" angeben. 1875 wurde das metrische Karat festgelegt, es entspricht 0,2 Gramm.
  • Carneol
    Gehört zur Mineralgruppe der Quarze. Die vorherrschende Farben sind Fleischrot oder Braunrot, meist gebeizt.
  • Chalzedon
    Sehr beliebter Schmuckstein aus der Mineralgruppe der Quarze, Mohshärte 7. Bei übermässiger Schwarzlichteinwirkung (UV-Licht), direkter übermässiger Sonnen- oder Spotlichtbestrahlung kann ein Farbverlust eintreten. Voneinander zu unterscheiden sind natürliche Chalzedone und gefärbte. Eine Varitietät davon ist der Chrysopras in apfel- oder smaragdgrün der auch durch grüngefärbten Achat imitiert wird. Dies muss jedoch laut CIBJO-Bestimmungen angegeben werden.
  • Chaton
    Metallring, meist Gold zur Fassung des Lagersteins des Wellenzapfens. Man unterscheidet zwischen verschraubten und gepressten Catons.
  • Chatonfassung
    Aus der Zargenfassung entwickelte Krappenfassung mit vier, sechs oder acht Krappen. Klassische Art der Fassung für Solitärringe.
  • Choker
    Eng am Hals anliegende Kette.
  • Citrin
    Gehört zur Mineralgruppe der Quarze und besitzt die Mohshärte 7. Als Schmuckstein ist der echte Citrin selten. Der Name leitet sich von seinem vorwiegend zitronengelben Farbton ab. Farbe: hellgelb bis goldbraun.
  • Clarity
    Reinheit, gehört zu den vier Hauptbestimmungskriterien (4C: Cut/Schliff, Clarity/Reinheit, Carat/Gewicht, Colour/Farbe) für die Qualität von Diamanten und Farbedelsteinen.
  • Collier
    Bezeichnung für einen meist eng anliegenden Halsschmuck mit einer Länge von etwa 40-42 cm. Colliers in Gold oder Platin werden oftmals mit Brillanten, Rubinen, Saphiren oder Smaragden besetzt.
  • Colour
    Farbe, gehört zu den vier Hauptbestimmungskriterien(4C: Cut/Schliff, Clarity/Reinheit, Carat/Gewicht, Colour/Farbe) für die Qualität von Diamanten.
  • Cut
    Schliff, gehört zu den vier Hauptkriterien(4C: Cut/Schliff, Clarity/Reinheit, Carat/Gewicht, Colour/Farbe) um die Qualität von Diamanten zu bestimmen.

D

  • Diamant
    Der wohl beliebteste Edelstein ist mit einer Härte von 10 Mohs das härteste natürlich vorkommende Mineral. Das Gewicht wird in Karat angegeben, wobei ein Karat 0,2 Gramm entspricht. Die Art und Qualität des Schliffs entfacht das Feuer des Diamanten der eine sehr hohe Lichtbrechung besitzt. Aufgrund seiner Brillanz gehört der Brillantschliff bei Diamanten zu den häufigsten und beliebtesten Schliffarten. Diamanten werden international nach den 4 Cs bewertet: Cut (Schliff), Clarity (Reinheit), Carat (Gewicht), Colour (Farbe).
  • Diamant-Prüflabor
    In solch einem Labor kann die Qualität eines Farbedelsteins oder Diamanten mittels physikalischer Verfahren präzise analysiert werden. Diese Verfahren dienen dazu, festzustellen ob ein Farbedelstein oder Diamant einer physikalischen, thermischen oder chemischen Behandlung unterzogen wurde oder ob es sich gar um eine Synthese, also einen unechten Stein handelt.

E

  • Edelstein
    Die genauere Bezeichnung dafür ist Farbedelstein. Selteneres Vorkommen im Vergleich zum Schmuckstein.
  • Ehering
    Ring der als deutlich sichtbares Zeichen einer Eheschliessung von beiden Ehepartnern getragen wird. Eheringe werden üblicherweise in 18 Kt Gold oder Platin ohne Steinbesatz oder einem gefassten Stein (Solitär) hergestellt.
  • Einschlüsse
    Natürliche Edelsteine können Einschlüsse von Flüssigkeiten oder anderen Mineralien besitzen, die im Zuge ihrer Entstehungsgeschichte mit eingeschlossen wurden. Einschlüsse bürgen zwar für die Echtheit eines Steins, mindern allerdings seine Qualität.
  • Etui
    Für Schmuckstücke oder Uhren vorgesehenes Behältnis das dem Schutz und der Aufbewahrung dient.

F

  • Facette
    Schlifffläche auf einem Diamanten oder Farbedelstein.
  • Falkenauge
    Quarz-Varietät, beliebter Schmuckstein mit schichtweisen parallelen Lagen in dunkelblau, blaugrau oder blaugrün, meist in Cabochonform geschliffen. Vorkommen in Südafrika und Westaustralien.
  • Fancy Coloured
    Bezeichnung für Diamanten die eine deutlich sichtbare natürliche Eigenfärbung (z.B. Blauer Wittelsbacher/Wittelsbach/Graff Diamant) in Farbtönen wie etwa Blau, Gelb, Orange oder Braun aufweisen mit meist nicht häufigem Vorkommen. Auch Schwarze Diamanten zählen dazu.
  • Fancy Cut
    Besondere Art der Schliffform, nicht rund wie beim Brillantschliff. Sie wird verwendet, wenn die Form eines Diamanten keine andere Schliffform zulässt.
  • Farbe (Diamant)
    Colour, gehört zu den vier Hauptbestimmungskriterien (4C: Cut/Schliff, Clarity/Reinheit, Carat/Gewicht, Colour/Farbe) um die Qualität von Diamanten zu bestimmen. Zur Bestimmung sind die Farbtabellen der CIBJO sowie des GIA verbindlich. Eine Sonderform bilden die Diamanten mit deutlich sichtbarer natürlicher Eigenfärbung (Fancy Coloured).
  • Farbe (Edelsteine)
    Spielt bei natürlichen, unbehandelten Farb- oder Edelsteinen eine große Rolle, da es sich dabei um ein Merkmal handelt, das den Preis pro Karat erheblich steigert.
  • Fassung
    Verwendung unterschiedlicher Fassungsarten um Farbsteine, Diamanten oder Perlen in einem Schmuckstück zu fassen. Häufig sind: Zargenfassung, Krappenfassung, Kanalfassung, eingeriebene Fassung, Balkenfassung, Pavéfassung.
  • Feingehalt
    Der Feingehalt weist den Anteil von Edelmetallen in ihren Legierungen in Tausendstel aus. Das Feingehaltszeichen (Punze) ist gesetzlich für Silber (Mindestfeingehalt 800 Tausendstel), Gold (Mindestfeingehalt 585 Tausendstel) und Platin (Mindestfeingehalt 950 Tausendstel) gesetzlich vorgeschrieben. Barren und Münzen sind davon ausgenommen, sowie Schmuckstücke die zu klein sind um punziert zu werden und historisch wertvolle Objekte aus Edelmetall.
  • Feuer
    Farbenspiel speziell bei Diamanten durch Brechung des Lichtes und Auffächerung in Spektralfarben (Dispersion).
  • Form
    Je nach Art des Rohsteins wird dieser durch die jeweils geeignete Schliffart in Form gebracht.

G

  • Gelbgold
    Gelbe Goldlegierung aus Feingold mit Silber- und Kupferanteilen. Das Verhältnis der Materialanteile beeinflusst die Farbe.
  • Gemmologie
    Zweig der Mineralogie welcher sich mit der Lehre von Farbedelsteinen und Schmucksteinen beschäftigt.
  • Gemological Insitute of America
    GIA, gegründet 1931. Eine unabhängige Nonprofit-Organisation die durch Forschung, Wissensvermittlung und labortechnische Untersuchungen von Farbedelsteinen, Diamanten und Perlen den Handel wie auch Endkonsumenten informiert und schützt.
  • Gewicht
    Wird bei Farbedelsteinen wie auch Diamanten in Karat (ct) angeben. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm.
  • Gitterstörung
    Unregelmässiger Aufbau des atomaren Kristallgitters eines Farbedelsteins oder Diamanten.
  • Gold (Au)
    Seltenes wertvolles Edelmetall und darum in legierter Form als hochwertiges Schmuckmaterial begehrt. Keine Oxidation, chemisch widerstandsfähig, gut bearbeit- und polierbar. Anhand der gesetzlich vorgeschriebenen Punze ist der Feingehalt von Gold bei Schmuck oder Uhren ersichtlich.
  • Gravur
    Das Einschneiden von Monogrammen oder Ornamenten mittels eines Gravurstichels in metallische oder nicht-metallische (z.B. Perlmutt) Oberflächen.
  • Gravur-Fräsmaschine
    Guillochiermaschine zur Dekoration von Uhrgehäusen oder Zifferblättern mit höchstpräzisen regelmässigen Mustern.
  • Grüner Quarz
    Aventurin oder Aventurin-Quarz. Mohshärte 7. Findet für Schmuck meist als Cabochon Verwendung.

H

  • HRD Antwerp
    Hoge Raad voor Diamant Antwerpen. Eines der renommiertesten gemmologischen Labore weltweit das für seine sehr zuverlässigen Analysen, der Graduierung und Zertifizierung von Diamanten bekannt ist.
  • Halbedelstein
    Die korrekte Bezeichnung dafür lautet Schmuckstein (opak d.h. nicht durchsichtig). Im Gegensatz hierzu: durchsichtiger (transparenter) Farbedelstein.
  • Herzschliff
    Herzförmige Schliffart eines Farbedelsteins oder Diamanten.
  • Härtegrad
    Ritzhärte bei Farbedelsteinen, aber auch Schleifhärte. Die Prüfung der Ritzhärte geht auf den Mineralogen Carl Friedrich Christian Mohs zurück.
  • Härteskala
    Mohshärteskala (Grad 1 - 10), benannt nach Carl Friedrich Christian Mohs, einem Mineralogen des frühen 19. Jahrhunderts. Ab 1812 entwickelte Mohs als Professor der Mineralogie am Joanneum in Graz die nach ihm benannte Klassifikation der Mineralien, die vor allem auf die physikalischen Eigenschaften (Form, Härte, Sprödigkeit, spezifisches Gewicht) Bezug nahm und bis heute Gültigkeit besitzt.

I

J

  • Jade
    Jadeit, Nephrit. Mohshärte: 6 bis 7. Grün in mehr oder weniger kräftigen Nuancen, aber auch Gelb, Grau, bläulich, rötlich, Braun und Elfenbeinweiss. Jadeit in smaragdgrün (Imperial Jade oder Kaiserjade) ist äußerst kostbar und daher sehr begehrt. Keine Reinigung im Ultraschallgerät oder in Silbertauchbädern. Bei Jadeit in Silberfassungen sind Silberputztücher ratsam.

K

  • Kanalfassung
    Anordnung von Farbedelsteinen oder Diamanten, nebeneinander gereiht in einer zweiwandigen Fassung.
  • Karabiner
    Verschluß eines Armbandes oder einer Kette der, von einem Federmechanismus gehalten, ein unbeabsichtigtes Öffnen verhindert.
  • Karat
    Karat (Kt) ist die Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. Der Goldgehalt einer Legierung in Karat entspricht dem Gewichtsanteil in 1/24-Teilen. Außerdem ist Karat (ct) die Gewichtseinheit für Farbedelsteine und Diamanten. 1 Karat hat 0,2 Gramm.
  • Karat (Gold)
    Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. 14Kt bedeuten 58,5 Prozentanteil an reinem Gold (585/1000), bei 18Kt ist der Anteil an reinem Gold 75 Prozent (750/1000). Hinzu kommen u.a. Silber und Kupfer, da reines Gold für die Schmuckherstellung oder Uhrengehäuse zu weich ist. Die Goldfarbe hängt von der Art und dem Mengenverhältnis dieser Zusatzstoffe ab. Die entsprechende Edelmetallpunze ist verpflichtend und bürgt für den Feingehalt.
  • Kette (Textil-Kordel)
    Aus hochwertigem Textilmaterial (z. B. Seide) geflochtene Kordel die meist mit einem Anhänger getragen wird.
  • Kissenschliff
    Auch Cushion-Cut genannt. Quadratische Form mit abgerundeten Ecken, ähnelt der eines Kissens.
  • Koralle
    Für hochwertige Schmuckstücke werden vielfach verzweigte Korallenstöcke von Korallenbänke in rot, rosa, weiß, aber auch schwarz und blau verwendet. Mohshärte: 3-4. Besonders gesucht ist die rote Edelkoralle.
  • Kordel
    Aus spiralförmig gedrehtem und verwobenem Golddraht hergestellte Kordel die als Halsschmuck getragen wird.
  • Krappen
    Mindestens vier aus der Zarge des Rings herausgearbeitete Metallkrallen die bei einer Krappenfassung den Stein sicher halten.
  • Krappenfassung
    Fassung bei der ein Diamant oder Farbedelstein von Krappen gehalten wird und dadurch bestmöglich zur Geltung kommt.
  • Kugelschließe
    Kugelförmige Schließe einer Halskette oder eines Colliers.

L

  • Labradorisieren
    Metallisch glänzendes Farbenspiel, speziell bei Labrador.
  • Lapis deutsch (Deutscher Lapis)
    Synonym: Quarz, genauer: feinkörniger, grauer Jaspis, der mit Berliner Blau gefärbt wird. Härte nach Mohs: 7. Farbe: Blau, in verschiedenen Nuancen. W:Bei Reparaturarbeiten mit Wärmebehandlung sowie bei Tätigkeiten mit Laugen, Salzen und galvanischen Bädern sollte der Stein ausgefasst oder mit Abdeckklappen geschützt werden. Auch der Alaunsud kann ihn oberflächlich verändern. Das gleiche gilt für Neacidsud. Bei verarbeiteten Steinen im Silberschmuck sind Silberreinigungsbäder zu vermeiden. Ultraschallreinigungen mit intensivem Laugenanteil sind ebenfalls zu vermeiden. H:Beliebter Schmuckstein, der als billiger Ersatzstein für Lapis Lazuli Verwendung findet. Keine Reinigung im Ultraschall, da die Steinoberfläche fleckig werden kann. Punktstrahlerbeleuchtung und Sonnenlicht bleichen die Steinoberfläche aus. Nicht immer kalibriert geschliffen erhältlich.
  • Lederkordel (z. B. Big Heart)
    Aus Lederbändern geknüpft, kann als Armband oder Halsband mit einem Anhänger getragen werden.
  • Legierung
    Als Legierung bezeichnet man die Zusammenschmelzung von zwei oder mehreren Metallen. Bei Gold kann durch Legieren der Farbton (z. B. Roségold) verändert oder die Widerstandsfähigkeit erhöht werden.
  • Lichtbrechung
    Spezifischer Brechungsindex bei Diamanten und Farbedelsteinen.
  • Lupenrein
    Diamanten oder Farbedelsteinen bester Qualität werden als lupenrein bezeichnet, wenn sie bei 10-facher Vergrösserung frei von inneren Einschlüssen sind.
  • Lüster
    Typischer Perlglanz, Brillanz der Perlenoberfläche.

M

  • Manschettenknöpfe
    Schmuckstücke für Herren, meist aus Gold, anstelle von herkömmlichen Manschettenknöpfen um ein geschäftsmässiges elegantes Auftreten zu unterstreichen
  • Mondstein
    Gehört zur Feldspat-Gruppe. Mohshärte: 6 - 6,5. Farblos bis bläulich-weiß schimmernd, druckempfindlich.

N

  • Navette-Schliff
    (Navette: franz. Schiffchen) Zweispitzschliff: Ovale Schliffform mit zwei Spitzen an den gegenüberliegenden Enden.

O

  • Ohrringe
    Kreolen, meist hohl gearbeitet mit unterschiedlichen Verschlussarten.
  • Ohrschmuck
    Ohrstecker oder Ohrschmuck mit Diamanten aber auch Farbedelsteinen.
  • Onyx
    Natürlicher Onyx ist ein Achat und gehört zur Quarzgruppe. Mohshärte: 7. Mit abwechselnd weißen und schwarzen Lagen (Lagenstein). Onyx wird außer als Ringstein bei teuren Schichtopalen im Unterteil verwendet.
  • Opal
    Gehört zur Quarzgruppe, Mohshärte 5-6. Unterscheidung in schillernde Edelopale, gelbrote Feueropale und gewöhnliche Opale. Enthält geringe Menge an Wasser, daher druck- und stossempfindlich.
  • Oval-Schliff
    Facettierte ovale Schliffform bei Farbedelsteinen.

P

  • Partnerring
    Gleich gestaltetes Ringpaar mit dem zwei in Liebe verbundene Menschen dieser Verbundenheit sichtbar Ausdruck geben.
  • Pavéfassung
    Pavé (franz.: gepflastert) bezeichnet eine fugenlose Fassung, wobei in der Regel Diamanten auf einem Schmuckstück dicht an dicht gesetzt werden.
  • Peridot
    Mineralart: Magnesium-Silikat. Mohshärte: 6,5-7. Vorherrschende Farben: gelbgrün, olivgrün, bräunlich. Wird oft auch als Chrysolith oder wegen seiner speziellen Farbe mineralogisch als Olivin bezeichnet.
  • Perle
    Natürlich (Bezeichnung: Perle) oder gezüchtet (Bezeichnung: Zuchtperle). Grundsätzlich wird zwischen Salzwasser- und Süßwasserperlen von Muscheln, aber auch von Schnecken unterschieden. Mohshärte 3 - 4. Für Schmuck werden Zuchtperlen in unterschiedlichsten Farben und Qualitäten verwendet. Für die Qualität sind Größe, Form, Farbe und Lüster entscheidend. Als Barockperlen bezeichnet man jene Einzelperlen die eine besondere asymmetrische Wuchsform aufweisen. Perlen reagieren empfindlich auf zu große Wärme, galvanische Bäder, Ultraschallreinigung, Silbertauchbäder sowie auf Kosmetika wie etwa Haarsprays oder Deodorants.
  • Perlmutt
    Gewachsenes Naturprodukt aus Schnecken- oder Muschelgehäusen. Der schichtweise Aufbau des Gehäuses verursacht den sogenannten Perlmuttglanz. Perlmutt besitzt die gleichen Eigenschaften von natürlichen oder gezüchteten Perlen und ist dementsprechend zu behandeln. Das Naturmaterial lässt sich färben und kann auch graviert oder guillochiert werden.
  • Platin
    Seltenstes, reinstes und kostbarstes Schmuckmetall. Platin ist antiallergen und fester, zäher und schwerer als andere Schmuckmetalle, weshalb es mit speziellen Werkzeugen und Techniken bearbeitet wird. Ausser für hochwertigsten Schmuck wird Platin auch für die Herstellung von Uhrengehäusen verwendet. Der Edelmetall-Feingehalt von Platin muss gesetzlich mittels einer Punze (Pt950) gekennzeichnet sein.
  • Pleochroismus
    Bezeichnung der Mehrfarbigkeit und veränderten Farbtiefe aus unterschiedlichen Blickrichtungen bei Farbedelsteinen.
  • Prinzess-Schliff
    Auch Princess Cut: Gemischter Schliff bei Diamanten in quadratischer Schliffform auf dem Oberteil und einem Facettenschliff am Übergang zur Rundiste.
  • Punzierung
    Gesetzliche Kennzeichnung des Edelmetall-Feingehaltes eines Schmuckstücks (14Kt oder 18Kt, sowie ab 800 f. Silber, bzw. 950 f. Platin). Bis 2002 mussten Schmuckstücke in Österreich mit drei Punzen versehen sein: der Amtspunze, der Feingehaltszahl und der Namenspunze. Heute genügen Feingehaltszahl und Namenspunze. Von der Punzierung ausgenommen sind Schmuckstücke die zu klein sind um darauf eine Punze anzubringen.

Q

  • Qualitätskriterien
    Bei Farbedelsteinen ähnlich wie bei Diamanten: Schliff, Reinheit, Farbe, Gewicht. Hinzu kommt als Qualitätskriterium ob ein Farbedelstein etwa einer chemischen oder physikalischen Behandlung unterzogen wurde um seine Qualität zu verbessern.
  • Quarz
    Bezeichnung für Mineralien mit gleicher oder vergleichbarer chemischer Zusammensetzung. Unterscheidung von makrokristallinen Quarzen (Amethyst, Aventurin, Bergkristall, Citrin, Rauch- und Rosenquarz, Tigerauge), mikokristallinen Quarzen (Achat, Chalcedon, Chrysopras, Heliotrop, Jaspis, Karneol, Onyx) und amorphen Quarzen (Edelopal, Feueropal).

R

  • Radiant-Schliff
    1976 von Henry Grossbard entwickelt. Davor hatten alle Diamanten mit geraden Kanten (z.B. der Emerald-Schliff) lange rechteckige Facetten. Durch zusätzliche Sternfacetten erhöht sich die Brillanz.
  • Reinheit (Diamant)
    Auch Clarity, gehört zu den vier Hauptbestimmungskriterien (4C: Cut/Schliff, Clarity/Reinheit, Carat/Gewicht, Colour/Farbe) für die Qualität von Diamanten.
  • Rhodinierung
    Galvanischer Überzug zur Oberflächenveredelung meist bei Silber, um eine Oxidation ("Anlaufen") zu verhindern.
  • Rivière
    Franz. Fluß; Armband mit dicht an dicht sitzenden einzeln gefassten Diamanten in gleicher Größe und Qualität, die in beweglichen Elementen (Chatons) aus Edelmetall miteinander verbunden sind. Bei Farbedelsteinen kommt die aufeinander abgestimmte Farbabstufung hinzu.
  • Rosenquarz
    Gehört zu Quarzgruppe, Mohshärte 7. Kräftiges Rosa oder blassrosa.
  • Roségold
    Goldlegierung aus Feingold mit Silber- und Kupferanteilen. Das Verhältnis der Materialanteile beeinflusst die Farbe. Aktuell beliebte Goldfarbe für Uhren und Schmuck.
  • Rotgold
    Goldlegierung aus Feingold mit höherem Kupferanteil. Das Verhältnis der Materialanteile beeinflusst die Farbe.
  • Rubellit
    Turmalin Varietät, Mohshärte 7 - 7,5. Vorherrschende Farben rosa, rot. Rubinrot ist sehr gesucht.
  • Rubin
    Gehört zur Korund-Gruppe, Mohshärte 9. Verschiedene Rottöne, am gesuchtesten ist Taubenblutrot. Einschlüsse gelten als natürlich Merkmale. Natürliche Rubine fanden wegen ihrer Härte auch als Lagersteine in Uhrwerken Verwendung. Heute werden dafür synthetische Rubine verwendet.
  • Rundiste
    Schmale horizontale Linie die den Oberteil eines Diamanten vom Unterteil trennt. Der Schliff der Rundiste muss exakt gearbeitet sein.
  • Russisch-Jade
    Nephrit. Mohshärte: 6 - 6,5. Zäher als Jadeit. Farbe: Grün am begehrtesten, aber auch andere Farben möglich.

S

  • Saphir
    Alle nicht-roten Varietäten der Korund-Gruppe in Farbedelstein-Qualität, Mohshärte 9. Farben: Blau in verschiedenen Tönungen, rosa, orange, gelb grün, violett. Die Einlagerungen von Rutilnadeln charakterisiert den meist in Cabochonform geschliffenen Sternsaphir.
  • Sautoir
    Gold- oder Perlenkette mit gleich großen Perlen mit einer Länge von 1 m bis 1,20 m.
  • Schiene
    Ringschiene in unterschiedlicher Ausführung, breiter oder schmäler mit aufgesetztem Ringkopf.
  • Schlangenkette
    Maschinell hergestellte Kette mit dichtgesetzten Gliedern aus Gold oder Silber.
  • Schliff (Diamant)
    Cut, gehört zu den vier Hauptkriterien (4C: Cut/Schliff, Clarity/Reinheit, Carat/Gewicht, Colour/Farbe) um die Qualität von Diamanten zu bestimmen.
  • Schmuckstein
    Meist opak, also undurchsichtig, im Gegensatz zum Farbedelstein. Vergleichsweise häufiges Vorkommen.
  • Smaragd
    Gehört zur Beryll-Gruppe wie auch Aquamarin und Beryll. Mohshärte 7,5 - 8. Farbe: Grün in verschiedensten Farbvarianten, smaragdgrün, hellgrün, gelblich- oder dunkelgrün. Unwesentliche natürliche Einschlüsse gelten hier nicht als Fehler, sondern als Kennzeichen eines natürlichen und damit echten Smaragdes. Diese Einschlüsse werden auch als "jardin" (franz. Garten) bezeichnet.
  • Smaragd-Schliff
    Treppenschliff in achteckiger Form, wird speziell bei Smaragden angewandt.
  • Solitaire
    Auch Solitär, einsteiniger Vorsteckring für Damen oder Herren, wobei ein Brillant oder ein Farbedelstein wie etwa beispielsweise Rubin, Saphir oder Smaragd in einem Ring einzeln gefasst ist.
  • Spaltbarkeit
    Nicht alle Farbedelsteine sind spaltbar, die Spaltbarkeit hängt vom Gitterbau der Kristalle ab. Die zur Quarzgruppe zählenden Steine sind gar nicht spaltbar.
  • Süßwasserperle
    Zuchtperle entweder mit Kern, jedoch meist ohne Kern aus Süßwassergewässern Japans (Biwa-See) und Chinas. Die Produktion von Biwaperlen kam jedoch zum Erliegen. Hauptsächlich kommen Süßwasser-Zuchtperlen heute aus China. Die vorherrschenden natürlichen Farben sind weißrosa, orange, goldgelb, braun und blau. Diese Perlfarben werden oft auch gebleicht.

T

  • Tafel
    Flache Oberfläche eines geschliffenen Diamanten.
  • Textil-Kette (Textil-Kordel)
    Aus hochwertigem Textilmaterial (z. B. Seide) geflochtene Kordel die meist mit einem Anhänger getragen wird.
  • Topas
    Fluorhaltiges Aluminium-Silicat. Mohshärte: 8. Farbe: Farblos, gelb, rotbraun, hellblau, blassgrün. Trotz seines hohen Härtegrads besitzt er eine ausgeprägte Spaltbarkeit
  • Transparenz
    Qualitätsmerkmal bei Farbedelsteinen, da eine gute Durchsichtigkeit auch den Wert bestimmt.
  • Tropfenschliff
    Tropfenförmiger Diamantschliff meist für Collieranhänger oder Ohrschmuck.
  • Turmalin
    Komplexe chemische und kristallographische Zusammensetzung. Mohshärte: 7 - 7,5. Farben: farblos, rosa, rot, gelb, blau, grün, violett, schwarz oder auch mehrfarbig. Farbbezogen werden die Turmalin-Varietäten wie folgt unterschieden: Achroit: farblos bis fast farblos, Dravit: gelb- bis dunkelbraun, Indigolit: blau in allen Abstufungen, Rubellit: rosa bis rubinrot, Siberit: lilarot, violettblau und Verdelith: grün in allen Nuancen.

U

  • Ultraschall-Bad
    Zum Reinigen von Schmuckstücken aus Edelmetall. Vorsicht ist bei manchen empfindlichen Farbedelsteinen geboten.

V

  • Varietät
    Unterarten einer Gruppe von Farbedelsteinen (z.B. Quarz-Varietäten) oder auch deren Farbunterschiede.
  • Venezianerkette
    Maschinell gefertigte Variante der Ankerkette mit flachen, beweglichen Kettengliedern.
  • Verlobungsring
    Meist ein Solitär-Ring der am Ringfinger der linken Hand getragen wird. Symbol für das gegenseitig gegebene Versprechen eine Ehe einzugehen.
  • Vier Cs
    Die vier Hauptkriterien (Cut/Schliff, Clarity/Reinheit, Carat/Gewicht, Colour/Farbe) um die Qualität von Diamanten zu bestimmen.

W

  • Weißgold
    Goldlegierung aus Feingold mit Palladiumzusatz. (franz. or gris). Das Verhältnis der Materialanteile beeinflusst die Farbe.

X

  • X-Ray
    Röntgenfluoreszenzanalyse zur Analyse von Farbsteinen oder auch Perlen.

Z

  • Zargenfassung
    Wird auch als verwischte Fassung bezeichnet. Ein streifenförmigen Ring des Schmuckmaterials wird über die Rondiste maschinell oder per Hand mit dem Hammer getrieben.
  • Zopfkette
    Kette mit hohlen Kettenglieder die in gedrehter Form paarweise gelötet sind.

1

  • 14 Karat
    Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. 58,5 Prozentanteil an reinem Gold (585/1000), hinzu kommen u.a. Silber und Kupfer, da reines Gold für die Schmuckherstellung oder Uhrengehäuse zu weich ist. Die Goldfarbe hängt von der Art und dem Mengenverhältnis dieser Zusatzstoffe ab. Die entsprechende Edelmetallpunze ist verpflichtend und bürgt für den Feingehalt.
  • 18 Karat
    Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. 75,0 Prozentanteil an reinem Gold (750/1000), hinzu kommen u.a. Silber und Kupfer da reines Gold für die Schmuckherstellung oder Uhrengehäuse zu weich ist. Die Goldfarbe hängt von der Art und dem Mengenverhältnis dieser Zusatzstoffe ab. Die entsprechende Edelmetallpunze ist verpflichtend und bürgt für den Feingehalt.

2

  • 22 Karat
    Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. 91,67 Prozentanteil an reinem Gold (916/1000), wird hauptsächlich als Münzgold verwendet. Gebräuchlich in England, Südafrika, arabische Länder, Indien. Die Edelmetallpunze bürgt für den Feingehalt.