Lexikon

A

  • Abfall
    Die Einstellung der Gangsymmetrie einer Pendel-Uhr wird als Abfall bezeichnet. Dieser ist für das gleichmäßige Ticken einer Uhr verantwortlich.
  • Abgleichschrauben
    Uhren mit Schraubenunruh gelten als Rarität - durch Verdrehen der Abgleichschrauben am Unruhreifen können Gangfehler korrigiert werden. Dadurch wird das Gangergebnis der Uhr beeinflusst.
  • Achttageuhr
    Achttageuhren verfügen über ein größeres Federhaus sowie über ein zusätzliches Zahnrad (Beisatzrad) zwischen Minuten- und Kleinbodenrad im Werk. Aus diesem Grund müssen sie nur alle acht Tage aufgezogen werden.
  • Acrylglas
    Acrylglas ist auch unter der Bezeichnung Plexiglas bekannt. Letzteres wurde 1933 von seinem Erfinder Otto Röhm als Marke angemeldet und war in den fünfziger und sechziger Jahren als Uhrglasmaterial gebräuchlich.
  • Alligator-Lederarmband
    Alligatorleder wird für hochwertige Herren- und Damenuhren verwendet. Alligatoren gehören nicht zu den echten Krokodilen. Seit Inkrafttreten des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) in den 1970er Jahren nehmen die Alligatorbestände in den USA und China wieder zu. Das Leder für die Uhrbanderzeugung stammt aus Alligatorfarmen die nach strengsten CITES-Bestimmungen geführt werden, solche Uhrbänder verfügen über ein entsprechendes CITES-Zertifikat.
  • Analog-Uhr
    Bezeichnung einer Uhr, die über eine Zeitanzeige durch nur einen Zeiger (Stunde) oder drei Zeiger (Stunde, Minute, Sekunde) verfügt.
  • Analoganzeige
    Zeitanzeige mit meist aus der Mitte rotierendem Minuten- und Sekundenzeiger auf einem runden oder rechteckigen Zifferblatt.
  • Anglierung
    Das Anglieren ist Teil der Veredelung eines Rohwerkes. Dabei werden scharfe Kanten einer Platine oder Brücke auf 45 Grad abgeschrägt und anschließend poliert.
  • Anker
    Der Anker ist ein komplexes Teil der mechanischen Uhr welches als Teil der Ankerhemmung zwischen Hemmungsrad und Unruh die Verbindung herstellt. Durch Eingreifen der Ein- oder Ausgangspalette in das Gang- oder Hemmungsrad sorgt er für einen gleichmäßig getakteten Ablauf des Uhrwerks. Daher ist er eines der am meisten strapazierten Teile des mechanischen Uhrwerks.
  • Ankerhemmung
    Hemmung mittels eines Paletten besetzen Ankers, welche die Genauigkeit tragbarer Uhren steigert. Das Prinzip erfand 1715 der Engländer George Graham. Thomas Mudge entwickelte dies 1765 zur freien Ankerhemmung, auch Schweizer Ankerhemmung genannt. Seither wurde die Hemmung ständig verbessert und ist damit ein wichtiger Bestandteil in fast allen mechanischen Armbanduhren.
  • Ankerrad
    Als letztes Rad im Räderwerk bildet das Ankerrad zusammen mit dem Anker die Hemmung. Durch seine besondere Form überträgt es die Kraft auf den Anker. Es bewegt sich mit größerer Geschwindigkeit als alle anderen Räder des Uhrwerkes.
  • Anzeige Gangreserve
    Sie zeigt anhand eines kleinformatigen runden oder linearen Hilfszifferblattes an, in welchem Spannungszustand sich die Zugfeder befindet.
  • Armbanduhr
    Entwickelte sich ab ca. 1900 aus der Taschenuhr und verdrängte diese aufgrund besseren Tragekomforts und Bedienbarkeit.
  • Astronomische Stunde
    Als astronomische Stunde wird die Einteilung eines Tages in 24 Stunden bezeichnet. Diese Stundeneinteilung findet sich beispielsweise bei Armbanduhren für den militärischen Einsatz (military time: USA und Kanada).
  • Aufzugwelle
    Durch Drehen der am Ende der Aufzugswelle einer Uhr sitzende Krone kann die Verbindung zum Uhrwerk hergestellt werden. Mittels eines kleinen Getriebes werden Funktionen wie Aufziehen des Uhrwerks, Stellen der Zeiger oder des Datums betätigt.
  • Automatikuhr
    Diese Art der mechanischen Uhr erhält ihre Energie durch die natürliche Armbewegung des Uhrenträgers. Hierbei wird die Zugfeder durch eine in beide Richtungen rotierende Schwungmasse aufgezogen.
  • Automatikwerk
    Dabei handelt es sich um ein mechanisches Uhrwerk, das anders als bei Werken mit Handaufzug nicht manuell, sondern durch die Bewegungen des Handgelenks des Uhrenträgers automatisch aufgezogen wird. Ein beidseitig schwingender Rotor (rotierende Schwungmasse) zieht die Zugfeder im Inneren des Federhauses auf.
  • Autoquarz-Antrieb
    Der Autoquarz-Antrieb wurde vom japanischen Großhersteller Seiko entwickelt und verbindet ein Automatikwerk mit einer Quarzregelung des Gangs. Dadurch läuft die Uhr batteriefrei und quarzgenau.
  • a.m.
    a.m. ist die Abkürzung des lateinischen Begriffs "ante meridiem" (deutsch: vor Mittag). Sie beschreibt im englischsprachigen Raum die Zeit von Mitternacht bis Mittag und ist besonders bei digitalen Uhren von Bedeutung.

B

  • Baguettewerk
    Dabei handelt es sich um einlängsrechteckiges Werk, das vorwiegend bei Damenuhren eingesetzt wird. Das Räderwerk ist aus Platzgründen auf zwei verschiedenen Ebenen angeordnet.
  • Balance
    Bezeichnung der Unruh auf Englisch und Französisch.
  • Bimetallunruh
    Bis zur Erfindung der autokompensierenden Unruhspirale wurde bei hochwertigen mechanischen Uhren die bimetallische Kompensationsunruh (Reifen aus Bimetall, aussen Messing, innen Stahl) verwendet.
  • Breguet-Spirale
    Die Breguet-Spirale wurde 1788 von Abraham-Louis Breguet entwickelt. Die aufgehobene äußere Endkurve der Unruhspirale verläuft in einer genau berechneten Kurve oberhalb dieser Spirale. Dadurch kann sich die Unruhspirale nach allen Seiten gleichermässig ausdehnen.
  • Brücke
    Lagerträger welcher die oberen Lager der Räderwellen und des Ankers trägt. Stets beidseitig mit der Platine verschraubt spannt er sich brückenartig über die Grundplatine.
  • Bügel
    Beweglicher Ring am Pendant, dem rohrartigen auf dem Gehäusemittelteil einer Taschenuhr angebrachten Teil, in den die Uhrkette eingehängt wird. Der Bügel dient auch als Schutz für die Krone.
  • beidseitig drehbare Lünette
    Bei Chronographen bis in die 1960er Jahre üblich, um Kurzzeit-Messungen vorzunehmen. Mittlerweile sind die meiste Uhren mit einseitig drehbaren Lünetten ausgestattet, um Ablesefehler zu vermeiden.
  • blitzende Sekunde
    Spezielle Sekundenanzeige (franz. Seconde Foudroyante) und nur selten in der Feinen Uhrmacherei verwendete Komplikation. Der Sekundenzeiger führt eine Umdrehung pro Sekunde aus, dies geschieht in vier oder fünf Abschnitten und ermöglicht die Messungen einer 1/4, 1/6 oder 1/8 Sekunde.

C

  • COSC
    Abkürzung für Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (Schweizer Prüfinstitut für Chronometer), ein unabhängiges Organ, das in der Schweiz offiziell befugt ist, erfolgreich getesteten Uhrwerken den Titel „Chronometer“ zu verleihen.
  • Caliber
    Als Caliber (auch Kaliber) bezeichnet man in der Uhrmacherei ein bestimmtes Uhrwerk.
  • Cerachrom
    Von Rolex 2005 entwickelte und patentierte Zahlenscheibe der Lünette bzw. Monoblock-Lünette. Sie wird aus äußerst harter Keramik hergestellt, ist korrosionsbeständig, extrem kratzfest und bleibt selbst unter dem Einfluss von UV-Strahlen farbecht. Die in die Keramik eingespritzten Graduierungen und Ziffern werden mittels PVD-Verfahren (Physical Vapour Deposition) mit einer dünnen Gold- oder Platinschicht überzogen.
  • Chromalight
    Leuchtmasse mit der Zeiger, Indizes und Kapsel auf dem Ausgangspunkt der Lünette von Taucheruhren belegt sind. Diese spezielle, blau getönte Leuchtmasse sorgt für lang anhaltende Ablesbarkeit. Die Leichtdauer der Chromalight-Anzeige ist doppelt so lang wie bei einer Standardleuchtmasse.
  • Chronergy
    Neue, von Rolex entwickelte patentiere Hemmung, die es gestattet, den Wirkungsgran dieser Schlüsselkomponente des Uhrwerks um 15% zu verbessern. Die Gangreserve des Uhrwerks konnte damit um mehr als zehn Stunden erhöht werden. Die aus einer Nickel-Phosphor-Legierung gefertigte Chronergy-Hemmung ist zudem unempfindlich gegenüber Magnetfeldern.
  • Chronograph
    Die Bezeichnung leitet sich aus den griechischen Begriffen chrónos für „Zeit“ und gráphein für „schreiben“ ab. Bezeichnet wird damit eine Uhr die mittels Drücker Kurzzeitmessungen erlaubt. Nicolas Mathieu Rieussec erfand 1821 den ersten Chronographen. Ein Chronograph besitzt Stunden-, Minuten-, und Sekundenzeiger. Normalerweise sind Chronographen mit zwei Drückern ausgestattet, es gibt aber auch Modelle mit nur einem Drücker über den sich Start/Stop des Sekundenzeigers und dessen Rückstellfunktion betätigen lässt. Durch die Betätigung eines Drückers kann man einen Chronographenzeiger aktivieren, deaktivieren oder wieder in Nullstellung bringen. Je nach Ausstattung sind somit unterschiedliche Zeitspannen messbar.
  • Chronologie
    Die Lehre von der Zeit, setzt sich aus den griechischen Begriffen chónos für "Zeit" und lógos für "Lehre" zusammen. Abfolge einer Reihe von Ereignissen in einem speziellen Zusammenhang.
  • Chronometer
    Geschützter Begriff, der nur für Uhren nach einer amtlichen Prüfung (z.B. Schweizer COSC) verwendet werden darf. Dabei wird die Uhr unter verschiedensten Bedingungen geprüft. Wenn dabei die Toleranzgrenzen nicht überschritten werden, wird der Gangschein erteilt. Bei manchen Prüfverfahren muss das uneingeschalte Werk diesen Prüfungen absolvieren, andere werden eingeschalt den Testreihen unterzogen.
  • Chronometer Zertifikat
    Dieses Zertifikat wird nur dann erteilt, wenn eine Uhr die Ganggenauigkeits-Prüfkriterien (z.B COSC) erfolgreich bestanden hat.
  • Chronometer der Superlative
    Alle Rolex Armbanduhren verfügen nunmehr über die Zertifizierung „Chronometer der Superlative“ – ein Präzisionsstandard, der von Rolex 2015 neu definiert wurde. Die markeneigene Zertifizierung wird an der fertig montierten Uhr nach dem Einschalen des Uhrwerks vorgenommen und garantiert somit die Leistungen der Superlative in puncto Zuverlässigkeit, Wasserdichtheit, automatischen Selbstaufzugs und Gangreserve für den täglichen Einsatz. Die Gangtoleranz eines Rolex Chronometers der Superlative nach dem Einschalen liegt bei etwa -2/+2 Sekunden pro Tag, damit sind die Kriterien für die Präzision beim Tragen mehr als doppelt so streng wie die, die für eine offizielle Zertifizierung als Chronometer erfüllt werden müssen. Das grüne Siegel bürgt für den Status „Chronometer der Superlative“ und ist mit einer internationalen Fünfjahresgarantie verbunden.
  • Crownclasp
    Von Rolex konzipierte und patentierte verdeckte Faltschließe, die sich mittels eines kleinen Hebels in Form der Rolex Krone öffnen lässt.

D

  • Datumfenster mit Lupe
    Zur besseren Ablesbarkeit der Anzeige von Wochentag und Monat ist in das Uhrglas eine Lupe integriert.
  • Datumsanzeige
    Die Datumsanzeige gibt auf Uhren den Tag, die Woche, den Monat oder das Jahres an. Die Anzeige kann als sogenanntes Zeigerdatum (Monat) aus der Mitte erfolgen oder digital mittels einer Zahlenscheibe im Datumsfenster (Tag/Monat). Als Sonderfunktion gilt der Ewige Kalender, hier werden sogar die wechselnde Länge des Februars und die Schaltjahre berücksichtigt.
  • Deckstein
    Als Deckstein wird häufig ein Farbstein (bei hochwertigen Uhren Diamant) verwendet der mit seiner flachen Seite über dem Lochstein auf dem Lager eines Wellenzapfens oder der Unruhwelle aufliegt. Dies soll die Zapfenreibung minimieren.
  • Dezentrale Sekunde
    Der Sekundenzeiger am Zifferblatt kommt in diesem Fall nicht wie der Minuten- und Stundenzeiger aus der Mitte. Meist besitzt die dezentrale Sekunde deshalb ein eigenes Hilfszifferblatt.
  • Diamant Indizes
    Indexe die mittels auf dem Zifferblatt einer Uhr aufgesetzten Diamanten - meist im Brillantschliff - die Stunden anzeigen.
  • Dichtungsring
    Um das Eindringen von Feuchtigkeit in das Innere einer Uhr und damit Beschädigungen am Werk oder Zifferblatt zu verhindern sind Uhren meist mit Dichtungsringen im Falz des Gehäusedeckel versehen. Fallweise kann auch die Krone mit solche einem Dichtungsring ausgestattet sein.
  • Digitaluhr
    Schon im 19. Jahrhundert wurden Uhren hergestellt, die statt klassischen Zeigern fallende Zahlenplättchen als Zeitanzeige benützten. Heutzutage wird die Zeit bei Digitaluhren durch Leuchtdioden oder Flüssigkristall angezeigt.
  • Display
    Form der elektronischen, meist digitalen Zeitanzeige.
  • Doppelchronograph
    Auch Schleppzeiger-Chronograph genannt. Er verfügt über einen zweiten Stoppzeiger der vom Chronographenzeiger mitgeschleppt wird und per Tastendruck unabhängig davon um Messen einer Zwischenzeit angehalten werden kann.
  • Doppelseitige Uhr
    Bezeichnung für eine Uhr deren Funktionen, etwa einer zweiten Zeitzone oder spezielle Komplikationen, auf der Vorder- und Rückseite angezeigt werden.
  • Dornschließe
    Das Armband, das am Uhrengehäuse befestigt ist, wird mit einer Schließe geschlossen. Am längeren Armbandteil sind Löcher gestochen. Am kürzeren Armbandteil befinden sich der Dorn und der dazugehörende Metallbügel in U-Form, der verhindert, dass der Dorn aus dem Loch rutscht.
  • Dreiviertelplatine
    Geht auf das von Ferdinand Adolph Lange Mitte des 19. Jh. entwickelte Dreiviertelplatinen-Kaliber zurück. Die Platine überdeckt etwa drei Viertel des Werkes und damit das gesamte Räderwerk sowie Federhaus um dem Werk mehr Stabilität zu verleihen. Unruh und Anker sind davon ausgenommen und befinden sich in einem Kloben. Die Dreiviertelplatine gilt zudem als besonderes Kennzeichen für hochwertige Uhren aus Glashütte.
  • Drücker
    Zur Betätigung der Zusatzfunktionen wie etwa bei einem Chronographen reicht die Krone allein nicht aus. Daher versieht man Uhren mit Zusatzfunktionen mit kleinen Druckschaltern die seitlich der Krone sitzen. Diese bezeichnet man als Drücker.
  • digitale Anzeige
    Anzeige durch Ziffern auf rotierenden Scheiben in einem eigens dafür vorgesehenen Fenster. Im Gegensatz dazu Analoganzeige mittels Zeigern.

E

  • EOL-Batterieanzeige
    Die "End-of-life-Anzeige" ist eine Anzeigefunktion einer batteriebetriebenen Uhr, die dem Träger 4-7 Tage zuvor durch ein auffälliges Vorrücken des Sekundenzeigers in 4-Sekundenschritten anzeigt, dass die Batterie erschöpft ist und ein Batteriewechsel nötig ist.
  • Easylink
    Von Rolex entwickeltes und patentiertes Verlängerungssystem, mit dem der Träger das Armband seiner Uhr für einen besseren Tragekomfort auf einfache Weise um 5 mm erweitern kann.
  • Echtzeituhr
    Quarzuhr ohne direkte Anzeige, üblicherweise in Computersystemen vorhanden, deren Zeitmessung auch dann weiterläuft, wenn das Gerätes ausgeschaltet ist.
  • Edelstahl
    Edelstahl ist eine Bezeichnung für legierten Stahl (beispislweise mit Nickel, Chrom oder Molybdän) mit besonders hoher Korrosionsbeständigkeit.
  • Edelstahl 904L
    Legierung aus äußerst korrosionsbeständigem Edelstahl. Wird vor allem in der Raumfahrt und in der chemischen Industrie eingesetzt. Rolex leistete 1985 Pionierarbeit, als die Firma als erste Uhrenmarke beschloss, Edelstahl 904L für das Gehäuse sämtlicher Uhren aus Edelstahl zu verwenden. Die extreme Widerstandsfähigkeit von Edelstahl 904L gleicht derjenigen der Edelmetalle. Seine Reinheit ermöglicht ein hochgradiges Polieren. Edelstahl 904L vereinigt so schönsten Glanz mit äußerster Beständigkeit.
  • Eindrücker-Chronograph
    Wird auch als Monopusher-Chronograph bezeichnet. Die Chronographen-Funktionen werden über nur einen Drücker anstatt der üblichen zwei betätigt.
  • Einzeigrige Uhr
    Uhr mit nur einem Zeiger der die Stunde anzeigt. Ursprüngliche Art der Zeitanzeige bei Kirchturm- oder frühen Taschenuhren die auch heute wieder bei manchen Uhrenherstellern Verwendung findet.
  • Entgerbung
    Durch ständiges Tragen sind Uhrbänder aus Leder äußerlichen Einflüssen wie Feuchtigkeit, Abrieb oder Transpiration ausgesetzt. Dadurch entsteht eine Entgerbung durch die das Uhrband verhärtet und brechen kann.
  • Everose-Gold
    Von Rolex entwickeltes, patentiertes und in der eigenen Gießerei hergestelltes exklusives 18 Karat Roségold. Die Legierung verdankt ihren einzigartigen Farbton einer speziellen Zusammensetzung von Metallen, die dazu beiträgt die Rosénuance auf die Dauer zu erhalten.
  • Ewiger Kalender
    Vollkalendarium mit Angabe von Tag, Datum, Monat und Mondphase. Schaltjahre werden automatisch berücksichtigt und teils auch durch eine Schaltjahresanzeige angezeigt. Nach einmaliger Einstellung des ewigen Kalenders ist eine Nacheinstellung in der Regel nicht nötig.
  • einseitig drehbare Lünette
    Auf der Gehäuseoberseite angebrachter Drehring zur Einstellung von Sonderfunktionen (GMT- Anzeige, Tauchzeit, Tachymeterskala). Nur einseitig drehbar, um Stell- oder Ablesefehler zu vermeiden.

F

  • Fabrikmarke
    Viele Uhrenhersteller verwenden als Signatur neben ihrem Namen auch eine Fabrikmarke.
  • Feder
    Die Feder ist ein spiralförmiges Stahlband, das den Federkern im zylindrischen Gehäuse des Federhauses umgibt und sowohl am Federkern als auch an der Federhauswandung befestigt ist. Durch das Aufziehen der Uhr per Handaufzug oder automatisch durch die Schwungmasse wird die Federwellle gedreht und dadurch die Zugfeder gespannt. Das geregelte Entspannen der Feder versorgt das Räderwerk mit Antriebsenergie.
  • Federhaus
    Zylinderfömiges Gehäuse das dem Schutz der Zugfeder dient und an dessen Wandung ein Ende dieser Feder befestigt ist. Das andere Ende ist in den Federkern eingehängt.
  • Federsteg
    Ein Federsteg besteht aus kleinen Röhrchen mit federnden Lagerzapfen die bei Armbanduhren zur Fixierung des Uhrbandes an den Hörnern des Gehäuse dienen.
  • Feinregulierung
    Die Feinregulierung (auch Feineinstellung) ist ein bei Präzisionsuhren angewendetes Arbeitsverfahren an Hemmung und Gangregler, das eine möglichst exakte Regulierung der Uhr zum Ziel hat. Damit kann aber auch die Form des Rückers gemeint sein der bei Chronometern in kleinen Schritten verstellbar ist.
  • Feinstellung
    Bei Uhren mit mechanischen Schwingsystemen werden Feinstellungen vorgenommen um einen konstanten Gang herzustellen oder Unregelmäßigkeiten des Isochronismus zu beseitigen.
  • Finissage
    Endarbeiten an einer Uhr bei der Räderwerk und Federhaus zwischen Platine und Brücken eingebaut werden bzw. Nachbearbeitung des Räderwerks.
  • Fliegende Sekunde
    Durch diese Funktion im Uhrwerk eines Chronographen lässt sich Stoppzeiger während einer laufenden Zeitmessung per Knopfdruck sofort auf null stellen.
  • Fliegeruhr
    Dabei handelt es sich um eine Variante der militärischen Beobachteruhr. Sie verfügen über große Leuchtziffern und -zeiger sowie schwarze Zifferblättern welche die optimale Ablesbarkeit garantieren. Als Schutz vor Magnetismus sind sie meist mit einem Weicheisen-Innengehäuse ausgestattet. Neben der Ganggenauigkeit und den für Piloten wichtigen Funktionen wie etwa einer Tachymeterskala auf der Lünette oder als Innenring der das Zifferblatt umschließt wurde besonders auf eine robuste Ausführung und leichte Bedienung etwa durch geriffelte Lünetten und Kronen geachtet.
  • Fliplock
    System von Verlängerungselementen bei den Taucheruhren Rolex Deepsea und Sea-Dweller 4000, mit dem das Oyster-Band um 26 mm erweitert werden kann. So kann die Uhr über einem Taucheranzug getragen werden.
  • Formwerke
    Als Formwerke werden in der Uhrmacherei alle Uhrwerke bezeichnet, die nicht rund sind. Besonders oft wurden diese für Damenuhren verwendet. 
  • Frequenz
    Anzahl der Vollschwingungen der Unruh pro Sekunde. Die Schwingungsdauer wird in der Einheit Hertz angegeben (1 Hz = 1 Vollschwingung pro Sekunde).
  • Funkuhr
    Über einen Zeitzeichensender empfangen Funkuhren die exakte Zeit von einer Atomuhr.
  • Futterleder
    Innenseite des Leder-Uhrenbandes. Von dessen Qualität hängt die Lebensdauer des Uhrenbandes ab.
  • freie Unruhspiralfeder
    Unruhspiralfeder ohne Rücker zur Veränderung der wirksamen Federlänge.

G

  • GMT
    GMT gilt als Abkürzung für "Greenwich Mean Time" da der Nullmeridian der Weltzeit durch die südenglische Stadt Greenwich verläuft. Die Zeitanzeige der 24 unterschiedlichen Zeitzonen erfolgt international immer auf GMT Basis.
  • Gang
    Zeitunterschied in Sekunden oder Minuten die eine Uhr gegenüber einer Referenzuhr (Funkuhr) vor oder nach geht. Die Gangdifferenz muss bei exakt gleichen Messbedingungen pro Tag ident sein.
  • Gangabweichung
    Temperatur oder Lage des Werkes können den Gang einer Uhr beeinflussen. Die Gangabweichung ist der Unterschied zwischen zwei verschiedenen Gängen.
  • Gangdauer
    Die Gangdauer beschreibt die maximale Laufzeit einer mechanischen Uhr nach Vollaufzug.
  • Ganggenauigkeit
    Abweichung von einer bestimmten Norm innerhalb eines festen Zeitraums. Damit unterschiedlichste Prozesse synchron ablaufen können wie etwa Netzwerke, Datensicherung, Flugverkehr, etc. ist eine möglichst präzise Ganggenauigkeit von immenser Bedeutung. Uhren mit Automatik-Aufzug weisen eine Ganggenauigkeit von +/- 30 Sekunden am Tag auf. Chronometer mit entsprechendem Prüfzertifikat dürfen nur eine Gangabweichung von -4/+6 Sekunden proTag aufweisen.
  • Gangreserve
    Gibt den Spannungszustand der Zugfeder per Gangreserveanzeige auf einem Hilfszifferblatt an. Dort zeigt meist ein Zeiger die Restgangdauer an.
  • Gehäuse
    Das Gehäuse dient zum Schutz des Uhrwerks des Zifferblattes sowie der Zeiger vor Verunreinigungen und Feuchtigkeit. Hergestellt wird es in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien. Für Armbanduhren werden häufig wassergeschützte oder wasserdichte Gehäuse die über spezielle Dichtungen verfügen bevorzugt.
  • Gehäuseboden
    Gedrückt oder verschraubt. Ein verschraubter Gehäuseboden lässt sich besser dichten und schützt das Uhrwerk vor Staub und Feuchtigkeit. Auf dem Gehäuseboden sind neben der Seriennummer z. B. meist auch der Modell-Typ, die Wasserdichtigkeit und die Limitierung angeben. Die bei vielen Uhrenmarken gebräuchlichen Saphirglasböden ermöglichen einen Einblick in das Werk.
  • Gehäusedurchmesser
    Dieser gibt die Größe einer Uhr an und ist nicht gleichbedeutend mit dem darin befindlichen Werkes das kleiner dimensioniert sein kann und dann mit einem Werkhaltering im Gehäuse befestigt ist. Die Größe von Herrenuhren lag lange Zeit bei 38 mm Durchmesser, Größen von über 40 mm sind aktuell gängig.
  • Gemme
    Mit einem vertieft geschnittenen Bildmotiv versehener Schmuckstein (z.B. Calzedon).
  • Genfer Streifen
    Art der Dekoration der Deckplatine eines Uhrwerks zur Veredelung, ohne praktische Funktion.
  • Gesperr
    Mechanismus der dazu dient meist ein Rad des Uhrwerks nur in eine Richtung laufen zulassen und dessen Lauf in die andere Richtung zu sperren.
  • Glasboden
    Meist aus vergütetem Saphirglas. Ermöglicht den Blick auf das Uhrwerk.
  • Gold Crystals
    Exklusive Zifferblätter, die durch einen von Rolex in der hauseigenen Gießerei entwickelten Prozess der Goldkristallation hergestellt werden. Durch galvanische Beschichtung oder im PVD-Verfahren können die Zifferblätter mit Gelbgold, Rhodium oder Roségold überzogen oder mit Motiven verziert werden.
  • Grande Complication
    Taschen- oder Armbanduhr die zusätzlich zur normalen Funktion mindestens eine Chronographenfunktion, eine Minutenrepetition und einen Ewigen Kalender aufweisen muss.
  • Gravur Uhr
    Traditionelle Dekorationstechnik auf dem Gehäuse einer Uhr oder auf der Platine und Brücke mittels eines Gravurstichels um Ornamente oder eine Namensgravur anzubringen. Komplizierte Muster auf einem Zifferblatt oder Gehäusen werden mithilfe einer Guillochiermaschine aufgebracht.
  • Guillochieren
    Aufwendige Dekoration von Uhrgehäusen oder Zifferblättern mit höchstpräzisen regelmäßigen Mustern mithilfe einer Guillochiermaschine.
  • gerippte oder glatte Lünette
    Erleichtert bei einer einseitig drehbaren Lünette deren Einstellung, eine andere Ausführung ist die gerändelte Lünette. Glatte Lünetten sind in der Regel nicht drehbar.

H

  • Halbschwingung
    Durch zwei Endstellungen begrenzte Bewegung. Bei mechanischen Uhren wird statt der Schwingfrequenz oft die Zahl der Halbschwingungen pro Stunde angegeben. Die Unruh einer mechanischen Uhr führt beispielsweise acht Halbschwingungen pro Sekunde, also 28.800 in der Stunde aus.
  • Handaufzug
    Eine Armband- oder Taschenuhr wird über die Aufzugskrone von Hand aufgezogen, wobei die Zugfeder im Federhaus gespannt wird. Dies war die gängige Aufzugsweise von Uhren bis in die 1930er Jahre. Die Rolex Oyster Perpetual von 1931 gilt als die erste funktionsfähige Automatikarmbanduhr mit einseitig aufziehbarem Rotor; das Prinzip wurde weltweit 1932 für die Firma patentiert.
  • Handaufzugsuhr
    Bei einer Uhr mit Handaufzug muss die Zugfeder täglich durch Drehen der Aufzugs-Krone gespannt werden.
  • Helium-Auslass-Ventil
    Ventil für Taucheruhren um den Druck während der Tauchphasen zu regulieren.
  • Heliumventil
    Von Rolex 1967 entwickeltes, patentiertes Ventil für Taucheruhren. Während der Dekompressionsphasen, denen die Taucher in den Druckkammern ausgesetzt sind, reguliert das an der Uhr angebrachte Heliumventil automatisch den Druck, der sich in ihrem Gehäuseinneren aufbaut, ohne dass die Wasserdichtheit der Armbanduhr dadurch beeinträchtigt wird. Mit dem Heliumventil sind die Taucheruhren Sea-Dweller 4000 und Rolex Deepsea der Professional Kollektion ausgestattet.
  • Hemmung
    Die Hemmung befindet sich zwischen Laufwerk und Gangregler und unterdrückt bzw. dosiert den freien Ablauf des Werks. Je nach Bewegung des Hemmungsrades unterscheidet man zwischen rückführender Hemmung (Spindelhemmung) und ruhender Hemmung. Bei der freien Hemmung schwingt der Gangregler nach jedem Impuls ohne Verbindung mit der Hemmung.
  • Hybrid Smartwatch
    Hybrid Smartwatches besitzen wie normale Smartwatches Funktionen wie Aktivitätstracking, E-Mail bzw. SMS Funktion usw., sind jedoch analog designt. Sie vereinen innovativ-digitale Technik mit klassischem Uhrendesign.

I

  • Impuls
    Energieübertragung von der Hemmung auf den Gangregler.
  • Incabloc
    1933 entwickelte Stoßsicherung der Unruhwelle.
  • Indikation
    Anderer Begriff für Anzeige: umfasst neben der Zeitanzeige einer Uhr auch die Anzeige von Kompliktionen wie beispielsweise Kalender, Mondphase oder zweite Zeitzone.
  • Isochronismus
    Pendelgesetz das 1656 von Christiaan Huygnes entdeckt wurde und besagt, dass ein Pendel oder eine Unruh bei verschiedenen Schwingungsweiten eine konstante Frequenz bzw. Schwingungsdauer beibehält.

J

  • Jahreskalender
    Uhren mit Jahreskalender müssen nur ein Mal pro Jahr, Ende Februar, manuell korrigiert werden. Uhren mit Vollkalender müssen monatlich und Uhren mit Ewigem Kalender in sehr großen Zeitabständen korrigiert werden.
  • Jahresuhr
    Dank einem größeren Räderwerk, der besonders langsamen Entspannung der Zugfeder, sowie einer möglichst energiesparenden Hemmung wird eine Gangdauer von einem Jahr erreicht. Die Jahresuhr muss deshalb nur einmal im Jahr aufgezogen werden und ist meist mit einem energiesparenden horizontalen Drehpendel ausgestattet.
  • Justieren
    Präzises Einstellen einer Uhr.

K

  • Kadratur
    Vorlegewerk bzw. die Gesamtheit aller vor dem eigentlichen Werk angebrachten Teile eines Spiel-, Repetier -, Schlag-, Chronographenwerks.
  • Kalender
    Von der Astronomie abgeleitete Unterteilung eines Jahres in Tage, Wochen, Monate, die über die normale Anzeige von Sekunden, Minuten und Stunden hinausgeht.
  • Kaliber
    Das Kaliber gibt die Form und die Größe eines Uhrwerks an. Die Kalibernummer bezeichnet den Werkstyp einer Uhr. Mit Hilfe dieser Nummer können im Bedarfsfall die passenden Ersatzteile gefunden werden.
  • Kamee
    Bezeichnet das reliefartige Herausschneiden eines Motivs aus einem Schmuckstein.
  • Kautschuk-Armband
    Kautschuk ist ursprünglich ein Naturprodukt, heute wird Kautschuk oftmals synthetisch erzeugt und für strapazierfähige Sportuhrenbänder verwendet.
  • Kleine Sekunde
    Dezentrale Anzeige der Sekunden auf dem Zifferblatt mittels einem eigenen, kleinen Hilfszifferblatt, das sich meist bei 6 Uhr befindet.
  • Komplikation
    Einer oder mehrere zusätzliche Mechanismen eines Uhrwerkes, etwa ein Schlagwerk, Wecker, Kalender oder ein Chronograph.
  • Konzentrische Stunde und Minute
    Zentrale Steuerung des Stunden- und Minutenzeigers aus der Mitte.
  • Krone
    Die Krone sitzt auf dem oberen Ende der Aufzugswelle welche die Verbindung zum Uhrwerk herstellt. Zum Einstellen der Uhr kann sie leicht angezogen werden, zwei weitere Positionen dienen zum Einstellen des Datums bzw. des Wochentags. Bei Taucheruhren sind die Kronen meist verschraubt, um die Uhr vor dem Eindringen von Wasser und Feuchtigkeit zu schützen.
  • Kronenaufzug
    Entwicklung von Louis Audemars (um 1837) und Adrien Philippe (um 1845). Durch Drehen der Krone welche auf der Aufzugswelle sitzt wird über das Sperr- und Kronrad sowie das Aufzugstrieb die Zugfeder gespannt. Durch leichtes Herausziehen der Aufzugswelle können auch die Uhrzeiger verstellt werden. Der Kronenaufzug löst den älteren Schlüsselaufzug ab.

L

  • Lagenfehler
    Unterschiedliches Gangverhalten von Uhren in verschiedenen Lagen.
  • Lager
    Gleitlager aus synthetischen Rubinen, das in die Platine oder Brücke eingelassen ist, in dem sich der Zapfen der Räderwelle mit nur geringem Verschleiß dreht. Kugellager für Automatikschwungmassen zählen als zweite Lagerart im Uhrwerk ebenso zu den Lagern.
  • Lapidieren
    Bezeichnung für das Schleifen und Polieren von größeren Uhrwerksbestandteilen wie Platinen oder Brücken.
  • Leder
    Verwendung bei Armbanduhren für Uhrenbänder. Meist handgenäht und in unterschiedlichen Lederoptiken (z.B. Alligatorleder) erhältlich.
  • Limitierte Uhren
    Zu besonderen Anlässen (z. B. Firmen- oder Modelljubiläum, besonders exklusive Ausführung) produzierte begrenzte Anzahl von einem Uhrenmodell mit sichtbarer Nummerierung seitlich auf dem Gehäuse oder dem Gehäuseboden (z.B. 88 /150).
  • Lunation
    Bezeichnung für den Zeitabschnitt in dem der Mond alle Phasen durchläuft. Dies entspricht etwa 29,5 Tagen. Bei mechanischen Uhren gilt die Mondphasenanzeige als beliebte Komplikation.
  • Lupe
    Wichtiges Instrument für den Uhrmacher. Auch bei Uhren mit Datum (Datumslupe) wesentliches Hilfsmittel zur besseren Ablesbarkeit.
  • Lünette
    Auf der Oberseite des Uhren-Gehäuse befestigter umlaufender Ring. Die Lünette ist als Design-Element der Uhr entweder fixiert oder wegen der damit verbundenen Zusatz-Funktionen meist nur einseitig drehbar, um Ablesefehler zu verhindern. Eine Lünette kann etwa mit einer Tachymeterskala oder bei einer Taucher-Uhr mit einer Skala für die Tauchzeit versehen sein.

M

  • MEZ
    Mitteleuropäische Zeit, Zonenzeit für Mitteleuropa.
  • Manufaktur
    Als Manufaktur gelten Uhrenhersteller, die sowohl das Uhrwerk als auch die weiteren wesentlichen Teile der Uhr selbst anfertigen.
  • Manufaktur Werk
    Auch als Manufakturkaliber bezeichnet. Von einer Uhrenmanufaktur selbst entwickeltes und selbst hergestelltes Kaliber.
  • Mechanische Uhr
    Uhr mit einer aufziehbaren Zugfeder und einem Räderwerk das die Kraft von der Feder auf den Gangregler überträgt.
  • Messing
    Kupfer-Zink-Legierung die seit etwa Mitte des 16. Jahrhunderts bei Uhren für die Anfertigung von Platinen, Brücken und des Räderwerks verwendet wird.
  • Mineralglas
    Mineralglas wird bei Armbanduhren statt des zuvor gebräuchlichen Acrylglas verwendet. Mineralglas ist kratzfester aber nicht so widerstandsfähig wie Saphirglas.
  • Minutenrad
    Bestandteil des Räderwerk mit darauf sitzendem Minutenzeiger. Das Minutenrad dreht sich in 60 Minuten einmal um die eigene Achse.
  • Minutenrepetition
    Uhren mit eingebautem Schlagwerk, die den letzten Stundenschlag auf Aufforderung wiederholen, nennt man Repetitionsuhren. Eine Verfeinerung ist die Minutenrepetition: Hier wird durch Betätigung eines Schiebers ein Schlagwerk aufgezogen das Stunden, Viertelstunden und Minuten in unterschiedlichen Tonhöhen klingen lässt.
  • Minutentourbillon
    Ankerrad, Anker und Unruh befinden sich in einem auf der Welle des Sekundenrades angebrachten Käfig. Dieser dreht sich einmal pro Minute um sich selbst, um eventuelle Lagenfehler auszugleichen.
  • Minuterie
    Umlaufende Minuteneinteilung am äußeren Zifferblattrand, bestehend aus zwei parallel laufenden zarten Linien, zwischen denen die Einteilung für die Minuten angebracht ist.
  • Modul
    Selbstständiges Bauteil einer Uhr das auf ein Rohwerk aufgesetzt wird (z.B. Chronographenmodul).
  • Mondphasen-Anzeige
    Diese zur den großen Komplikationen zählende Uhrenfunktion zeigt die permanent wechselnde Mondphase an. Dies erfordert eine mechanisch komplexe Konstruktion die an die Datumsfunktion gekoppelt ist. Das Mondsymbol im Zifferblattausschnitt zeigt den zu- oder abnehmenden Mond.

N

  • Nivarox
    Nahezu antimagnetische und rostfreie sowie temperaturneutrale Legierung die für die Herstellung von Unruhspiralen verwendet wird. Das Gangverhalten der damit ausgestatteten Uhren ist sehr stabil.
  • Nullstellung
    Das Zurückschalten eines Chronographenzeigers nach Beendigung der Zeitmessung mittels des Drückers auf 12 Uhr.

O

  • Ortszeit
    Für einen bestimmten Ort, abhängig vom Meridian (Längengrad) festgelegte Lokalzeit.
  • Oysterclasp
    Von Rolex patentierte Faltschließe mit Abdeckung.
  • Oysterflex
    Neues, von Rolex entwickeltes und patentiertes Oysterflex-Band, das die Robustheit und Zuverlässigkeit eines Metallarmbandes mit der Flexibilität, dem Tragekomfort und der Ästhetik eines Kautschukbandes verbindet. Es besteht in seinem Kern aus einem superelastischen Metallfederblatt, das mit hochwertigem schwarzen Elastomer überzogen ist.
  • Oysterlock
    Von Rolex patentierte Sicherheitsfaltschließe mit Abdeckung und Sicherungsbügel bei Oyster- und Lederarmbändern bestimmter Professional Modelle.

P

  • Parachrom
    Von Rolex entwickelte, patentierte und hergestellte Spiralfeder aus einer exklusive, paramagnetischen Legierung, die hohe Stabilität bei Temperaturschwankungen bietet und Erschütterungen bis zu zehnmal besser standhält als eine herkömmliche Spiralfeder. Dies verbessert die Chronometerleistung des Uhrwerks.
  • Paraflex
    Von Rolex entwickeltes und patentiertes Antischocksystem, das den Wiedertand der anfälligen Bestandteile des Uhrwerks, insbesondere der Unruhwelle, gegen Erschütterungen um bis zu 50% erhöht.
  • Pellatonaufzug
    Aufzugskonstruktion für Automatikwerke die von Albert Pellaton, dem damaligen technischen Leiter bei IWC Schaffhausen entwickelt und 1946 patentiert wurde.
  • Perlierung
    Auch als Perlage oder Wölkchenschliff bezeichnete Dekoration auf Platinen, Brücken oder Kloben.
  • Perlmutt-Zifferblatt
    Perlmutt wird ausser im Schmuckbereich oft auch für Zifferblätter eleganter Damenuhren verwendet.
  • Perpetual
    Von Rolex 1931 erfundener automatischer Selbstaufzugsmechanismus mit frei beweglichem Rotor. Das Spannen der Zugfeder der Uhr erfolgt durch bloßes Bewegen des Handgelenks. Der Perpetualrotor ist für das Uhrwerk eine optimale Energiequelle, die den Tragekomfort erhöht.
  • Platine
    Grundplatte des Uhrwerks in Groß- und Kleinuhren mit Bohrungen für die Lagerung aller Wellen des Räderwerks. Die Grundplatine kann rund, eckig oder oval ausgeführt sein. Die obere Platine ist meist teilweise ausgeschnitten um Platz für Unruh und Hemmung zu schaffen. Teils übernehmen auch bis zu drei Brücken die Funktion der oberen Platine. Uhren aus Glashütter Fertigung besitzen als Kennzeichen eine oftmals zusätzlich dekorierte Dreiviertelplatine.
  • Präzision
    Hohe Genauigkeit, bezieht sich auf die Ganggenauigkeit von Uhren wie etwa dem Chronometer.
  • Präzisionsuhr
    Uhr mit besonders hoher Ganggenauigkeit. Siehe Chronometer
  • Punze
    Werkzeug des Uhrmachers aus gehärtetem Rundstahl für vielfältige Anwendungen. Die Punze dient unter anderem zum Ein-und Ausschlagen von Trieben, Schrauben und Scharnierstiften; sie wird verwendet zum Verengen der Rohre bei Stundenzeigern und Stundenrädern sowie zum Vernieten, Zusammentreiben oder Auf- und Abschlagen von Uhrwerkteilen.
  • p.m.
    Abkürzung für post meridiem (lat. für nach Mittag) Zusatz für die Zeitangabe im englischsprachigen Raum von 12 bis 24 Uhr.

Q

  • Quarzuhr
    Zeitmesser in dem weder Feder, Unruh noch Hemmung vorhanden ist. In einem Quarzwerk wird ein Kristall (Oszillator) in hochfrequente Schwingung gebracht was zu einer sehr hohen Ganggenauigkeit führt. Quarzuhren sind entweder batteriebetrieben oder werden durch Solarzellen mit Energie versorgt.

R

  • Rattrapante
    Chronograph mit zwei übereinanderliegenden Chronographenzeigern. Der zweite Zeiger kann gestoppt werden, während der Chronographenzeiger weiterläuft. Eine weitere Betätigung des Drückers lässt den Doppelzeiger zum Chronographenzeiger springen der ihn durch den Schleppzeiger-Mechanismus mitnimmt. Dieses Einholen des Chronographenzeigers wird durch den französischen Ausdruck "rattrapper" (wieder einholen) bezeichnet.
  • Regulator
    Früher speziell bei Standuhren verbreitet. Auch bei Armbanduhren kann der Minutenzeiger als einziger zentraler Hauptzeiger ausgeführt sein. Stunden und Sekunden werden in dezentralen Zifferblättern gesondert angezeigt.
  • Regulierung
    Auch Reglage, Feineinstellung einer mechanischen Uhr.
  • Rehaut
    Der über des Zifferblatt erhöhte Rand einer Uhr mit zusätzlichen Mess-Skalen oder Steinbesatz.
  • Reinigung
    Als werterhaltendes Service einer hochwertigen mechanischen Uhr im Intervall von 3 bis 5 Jahren empfohlen. Die dafür vorgesehenen Teile des Werks werden gereinigt und neu geölt, Verschleißteile wie etwa Dichtungsringe im Gehäuse getauscht und Gebrauchsspuren am Gehäuse weitgehend entfernt. 
  • Repassage
    Letzte Schlußarbeiten und Kontrolle einer Uhr bevor sie durch den Hersteller ausgeliefert wird.
  • Repetition
    Wiederholtes Abspielen eines akustischen Signals bei einer mechanischen Uhr mittels einer aufwendigen Komplikation, dem Repetitionsschlagwerk. Letzteres wird über einen Schieber oder Drücker am Gehäuse betätigt. Die gängigsten Arten sind: Stunden-, Viertel- und Minutenrepetition.
  • Retrograde Anzeigen
    Retrograde Anzeigen bedeuten sowohl rückläufig auch zeitlich oder örtlich zurückgesetzt bzw. in entgegengesetzter Richtung wie etwa die retrograde Wochentaganzeige: Der Zeiger für den Wochentag läuft oder springt im Uhrzeigersinn über eine Wochentag-Skala. Ist das Ende der Skala (Samstag) erreicht, läuft oder springt der Zeiger beim nächsten Tageswechsel auf den Anfangspunkt (Sonntag) zurück.
  • Retrograde Sekunde
    Anzeige der Sekunde nicht zentral, sondern auf einer Skala mit einer 30-Sekundeneinteilung. Sobald der Zeiger die 30 erreicht, schnellt er wieder zurück zum Ausgangspunkt.
  • Rhodinierung
    Galvanisch aufgebrachte Rhodiumschicht auf Silber um Oxidation und damit das "Anlaufen" zu verhindern.
  • Ring Command
    Von Rolex entwickelte und patentierte drehbare Lünette, die mit dem Uhrwerk verbunden ist. Sie kommt beim Modell Yacht-Master II zum Einsatz und dient dazu, den einstellbaren mechanischen Countdown dieses Regatta-Chronographen auszulösen. Beim Modell Sky-Dweller lässt sich dadurch bequem die gewünschte Funktion einstellen: Datum, Lokal- oder Referenzzeit.
  • Ringlock System
    Von Rolex konzipierte und patentierte Gehäusestruktur, dank der die Taucheruhr Rolex Deepsea dem Wasserdruck bis zu einer Tiefe von 3.900 Metern widerstehen kann. Das System setzt sich aus drei Elementen zusammen: einem bombierten, 5 mm starken Saphirglas, einem stickstofflegierten Hochleistungsedelstahlring im Zentrum des Mittelteils und einem Gehäuseboden aus einer Grade-5-Titanlegierung, der durch einen verschraubten Haltering mit dem Mittelteil verbunden ist.
  • Rohwerk
    Uhrwerk das bereits mit Wellen und Zahnrädern, jedoch noch ohne Hemmung ausgestattet ist.
  • Rolesium
    Combination of 904L steel and 950 platinum on the same watch. The Yacht-Master is the only Oyster model available in Rolesium. Its bezel is made of 950 platinum, while the case and bracelet are made of 904L steel.
  • Rolesor
    Kombination aus Edelstahl 904L (Mittelteil, Gehäuseboden und Außenelemente des Armbands) und 18 Karat Gold (Lünette, Aufzugskrone und Mittelelemente des Armbands) in ein und derselben Uhr. Je nachdem, ob es sich um Gelb-, Weiß- oder Roségold handelt, spricht man von Rolesor gelb, weiß oder Everose. Bei Armbanduhren in Rolesor weiß ist nur die Lünette aus Gold. Bei den Yacht-Master Modellen in Rolesor ist die Aufzugskrone aus Edelstahl 904L.
  • Rolex Glidelock
    Von Rolex entwickeltes und patentiertes, in die Schließe integriertes Verlängerungssystem mit einer Zahnschiene. Ermöglicht eine fein abgestufte Verlängerung des Armbandes um bis zu circa 20 mm in 2-mm-Schritten. Dieses System, mit feststehender Zahnschiene unter der Schließenabdeckung, findet sich bei den Taucheruhren Submariner, Submariner Date und Sea-Dweller 4000 und mit beweglicher Zahnschiene bei der Rolex Deepsea, sodass das Armband eingestellt werden kann, ohne die Uhr vom Handgelenk zu entfernen.
  • Räderwerk
    Umfasst alle Zahnräder (Federrad, Minutenrad, Kleinbodenrad, Sekundenrad) und Triebe eines Uhrwerks welche die Energie der gespannten Zugfeder auf das Hemmungsrad übertragen.
  • Römische Ziffern
    Verwendung als Stundenindexe auf dem Zifferblatt einer Uhr. Andere Formen sind Stabindexe oder arabische Ziffern.

S

  • Saphierglas
    Durch seine beträchtliche Härte kratzfestes Uhrglas aus synthetischem Saphir.
  • Saphirglasboden
    Gehäuseboden aus kratzfestem synthetischen Saphirglas der den Blick in das Uhrwerk ermöglicht.
  • Saros
    Von Rolex entwickelter und patentierte Jahreskalender-Mechanismus, dessen originelle Konzeption direkt vom gleichnamigen astronomischen Phänomen inspiriert ist. Dadurch unterscheidet der Kalender der Sky-Dweller automatisch zwischen den Monaten mit 30 Tagen und denjenigen mit 31 Tagen. Der Kalender zeigt übers ganze Jahr hinweg das richtige Datum an und erfordert nur eine einzige Anpassung pro Jahr, nämlich am 1. März, da der Monat Februar nur 28 oder 29 Tage aufweist.
  • Satinierung
    Mattierung von Uhrengehäusen mittels Metallschliff.
  • Schleppzeiger
    Zweiter Zeiger eines Schleppzeigerchronographen (Rattrapante) der vom Chronographenzeiger mitgenommen wird und zur Messung von Zwischenzeiten separat von diesem gestoppt werden kann.
  • Schraubkrone
    Verschraubte Korne als Sicherheitsvorrichtung, um für vollständige Wasserdichtigkeit des Uhrengehäuses zu sorgen.
  • Schwungmasse
    Das am Außenrand des Rotors angebrachte Gewicht oder der gesamte Rotor einer Automatikuhr der über ein spezielles Getriebe für die Spannung der Zugfeder sorgt.
  • Selbstaufzug
    Funktioniert nach dem Prinzip des Schrittzählers. Ein durch das Tragen der Uhr verursachtes auf- und abschwingendes Gewicht zieht über ein Gesperr die Feder auf und sorgt für eine reibungsloses Funktionieren des Uhrwerks. In modernen Armbanduhren findet man heutzutage eine verbesserte Form dieser Technik, die teilweise schon als Strom-Generatoren für Quarzuhren fungiert.
  • Sicherheitsschließe
    Verstellbare Schließe des Uhrenarmbande, auch als Sicherheitsfaltschließe bezeichnet, die dafür sorgt, dass sich das Uhrband nicht unabsichtlich, sondern nur beim Betätigen der Drücker öffnet.
  • Skelettuhr
    Um die feinmechanische Raffinesse eines Uhrwerks zu vermitteln werden Platinen und Brücken eines Uhrwerks bis auf ein funktional vertretbares Maß reduziert um einen möglichst ungehinderten Blick in das komplexe Innere zu gestatten. Skelettierte Uhren haben häufig einen Glasboden und eine aufwändige Finissage. Die manuelle Skelettierung ist eine zeitintensive und anspruchsvolle kunsthandwerkliche Fähigkeit, so dass sich diese Uhren vorwiegend im hochpreisigen Bereich finden.
  • Sonnenschliff
    Dekorativer Zierschliff für kreisrunde Flächen, meist auf dem Sperr- und Kronrad verwendet.
  • Spiralfeder
    Spiralfeder aus einer temperaturunempfindlichen Nickel-Eisen-Legierung. Teil der Unruh, ihr äußeres Ende ist am Unruhkloben befestigt, inneres Ende an der Unruhwelle. Abraham-Louis Breguet verbesserte den Isochronismus durch die Erfindung der Flachspirale. Neueste Entwicklungen auf diesem Gebiet sind Unruh-Spiralfedern aus Silizium.
  • Springende Stunde
    1883 vom österreichischen Ingeneur Josef Pallweber erfunden und seither weiter verbesserter digitaler Mechanismus zur äußerst präzisen Anzeige der Stunde. Bei einem Wechsel auf die nachfolgende Stunde springt die Anzeige um, was einen bedeutenden und dennoch äußerst genau dosierten Eneregieaufwand erfordert. Der Vorgang wird auch als "jumping hour" (engl.) oder "heure sautante"(franz.) bezeichnet.
  • Stoppuhr
    Zeitmessgerät zum Messen von Zeitintervallen zwischen Start und Stopp. Die Vorgänge Start, evtl. Zwischenstopp (Additionsstopper), Stopp und Nullstellung erfolgen nacheinander. 
  • Stoßsicherung
    Eine federnd Lagerung des Zapfens der Unruhwelle im Loch- und Deckstein sorgt dafür, dass Stösse abgefangen werden. Die erste funktionstüchtige Stosssicherung ("Parachute") stammt von Abraham-Louis Breguet. Für Armbanduhren war die Erfindung der Incabloc-Stosssicherung (1933) sehr bedeutend. Heutige Armbanduhren sind mit unterschiedlichen weiterentwickelten Systemen zur Stosssicherung ausgestattet.
  • Swiss made
    Damit eine Uhr mit dem "Swiss made"-Label ausgezeichnet wird, muss sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Es dürfen zwar einige im Ausland hergestellte Teile verwendet werden, allerdings müssen nach den neuen verschärften Swissness-Kriterien mindestens 60 Prozent der Bestandteile einer Uhr in der Schweiz gefertigt werden. Ausserdem muss der Zusammenbau der Uhr und ihre Überprüfung in der Schweiz erfolgen.
  • Syloxi
    Von Rolex entwickelte und patentierte Spirale aus Silizium, die fünf Patente besitzt und mit bei Damenuhren außerordentlichen chronometrischen Leistungen aufwartet. Sie ist gegen Magnetfelder unempfindlich, erweist sich bei Temperaturschwankungen als sehr stabil und ist bei Erschütterungen äußerst stoßfest. Bei dieser innovativen Syloxispirale werden die Leistungen der Siliziumtechnologie durch neue Lösungen wie eine optimierte Geometrie der Spiralfeder und effizient gestaltete Befestigungssysteme weiter verbessert.
  • Säulenradmechanismus
    Teil des Schaltradchronographen wobei die Start-, Stop-, und Nullstellung der Zeiger über ein Säulenrad, auch als Schaltrad bezeichnet, gesteuert wird. Aufwendige und anspruchsvolle technische Konstuktion die in den 1930er und 1940er Jahre verbreitet war und gegenwärtig wieder häufiger verwendet wird.

T

  • Tachymeter
    Skala auf Stopp- oder Armbanduhren für Geschwindigkeitsabmessung oder auch für andere Messungen wie etwa die Dauer eines bestimmten Vorgangs. Um die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs zu bestimmen, misst man die Zeit für eine bekannte Strecke, also beispielsweise 1 km auf der Tachymeterskala. Bei einer Zeit von 30 Sekunden die für diese Strecke benötigt wird zeigt die Tachymeterskala 120 km/h als gefahrene Geschwindigkeit.
  • Taschenuhren
    Uhr in kleinem Format die an einer Uhrkette getragen wird. Taschenuhren existieren bereits seit Ende des 15. Jahrhunderts. Savonette-Modell haben eine über einen Drücker betätigbaren Sprungdeckel der geschlossen das Uhrglas schützt. Bis zu den 1920er Jahren waren Taschenuhren in den unterschiedlichsten Ausführungen und Qualitäten die gängigen Herren- und Damenuhren. Danach wurden sie von den Armbanduhren abgelöst.
  • Taucheruhr
    Speziell ausgestattete Armbanduhr mit einseitig drehbarer Lünette zum Einstellen der Tauchzeit und unter Wasser gut ablesbarem Zifferblatt. Spezielle Dichtungen am Gehäuseboden und der Krone sowie - falls vorhanden - der Drücker zeichnen die absolut wasserdichten Gehäuse aus.
  • Telemeterskala
    Mit Hilfe der Telemeterskala die sich meist als zusätzliche Skala auf Chronographen-Zifferblättern befindet, können bestimmte Entfernungen auf der Basis der Schallgeschwindigkeit gemessen werden. Sieht man ein Lichtsignal wie beispielsweise einen Blitz, so werden die Sekunden bis zum Donner gezählt. Dieser Wert wird mit der Schallgeschwindigkeit (333 m/s) multipliziert und ergibt die gemessene Entfernung in Metern der auf der Telemeterskala abgelesen werden kann.
  • Titan
    Chemisches Element das zu den übergangsmetallen gezählt wird. Titan zeichnet sich durch besondere Festigkeit, Korrosions- und Temperaturbeständigkeit bei geringem Gewicht aus und ist daher für die Verarbeitung in Uhrengehäusen und -bändern besonders geeignet. Da Titan in reiner Form praktisch nicht vorkommt, wird es aus Titanverbindungen, z.B. dem Titaneisenerz (Ilmenit) oder dem Titandioxid (Rutil) hergestellt.
  • Tonneau-Form
    Tonnenartige Form des Gehäuses einer Armbanduhr.
  • Tourbillon
    Erfunden wurde das Tourbillon um 1800 von Abraham-Louis Breguet. Ziel war es senkrechte Lagenfehler zu korrigieren. Die Unruh samt Spiralfeder und der Hemmung ist in einem drehbaren Gestell, dem sogenannten Käfig montiert und wird durch das unter der Unruh sitzende Sekundenrad angetrieben. Das Tourbillon (franz. Wirbelsturm) gehört zu den anspruchsvollsten Großen Komplikationen. Eine Variante davon stellt das um 1920 von Alfred Helwig erfundene nur einseitig gelagerte Fliegende Tourbillon da.
  • Tridor
    Kombination aus 18 Karat Gelb-, Weiß- und Everose-Gold in den Armbandelementen einer Uhr.
  • Triplock
    Von Rolex konzipierte verschraubbare Aufzugskrone mit dreifachem Dichtungssystem für die Rolex Taucheruhren. Sie kommt heute bei mehreren Professional Modellen zur Anwendung. Kennziechen für ihren Einbau sind drei Punkte unter der Rolex Krone. Sie gewährleistet je nach Gehäuse eine Wasserdichtheit von 100 bis 3.900 Meter Tiefe.
  • Twinlock
    Von Rolex entwickelte verschraubbare Aufzugskrone mit doppeltem Dichtungssystem für eine Wasserdichtheit bis 100 Meter Tiefe. Kennzeichen für ihren Einbau sind entweder zwei Punkte unter der Rolex Krone (Aufzugskrone in Gold), ein Punkt (Aufzugskrone in Platin) oder ein Strich (Aufzugskrone in Edelstahl).

U

  • Uhren-Komplikationen
    Uhren deren Basiswerk mit Kadraturen (teils modularen Zusatzmechanismen) gekoppelt ist. Dazu gehören Mondphasen-Anzeige, Vollkalender (auch als Jahreskalender bezeichnet), Ewiger Kalender, Datumsanzeige, Großdatum, springender Datumswechsel, retrograde Anzeigen, Rattrapante, Wecker, Minuten-Repetition oder die Anzeige mehrerer Zeitzonen (GMT-Funktion).
  • Uhrenbeweger
    Vorrichtung um Automatikuhren, wenn sie nicht getragen werden in Bewegung zu halten und dadurch aufzuziehen.
  • Uhrmacher
    Uhrmacher entwickeln Uhren, bauen und servicieren sie. Den Großteil des Berufslebens eines Uhrmachers nehmen jedoch Pflege und Wartung von Uhren in Anspruch. Der Beruf des Uhrmachers gehört zu jenen Lehrberufen die in der Feinen Uhrmacherei, also bei Großen Komplikationen, auch kunsthandwerkliche Fertigkeiten erfordern.
  • Uhrwerk
    Gesamtheit aller Uhrwerks-Komponenten für den Betrieb einer Uhr. Dazu gehören Federhaus und Zugfeder, das Räderwerk sowie die Hemmung samt Schwingsystem.
  • Unruh
    Gangregler (Zeitteiler) von Taschen- und Armbanduhren. Das Schwungrad mit der konzentrisch schwingenden Spitalfeder sorgt für die gewünschte Schwingungszahl. Durch Veränderung der wirksamen Spirallänge wird die Uhr reguliert.
  • Unruhspiralfeder
    Siehe Spiralfeder

V

  • Verschraubte Krone
    Eine mit dem Uhrengehäuse verschraubte Krone gewährleistet eine wesentlich höhere Wasserdichtigkeit der Uhr.
  • Vollkalendarium
    Uhren mit Datums-, Wochentags- und Monatsanzeige. Die verschiedenen Monatslängen müssen im Gegensatz zum zum Ewigen Kalender manuell per Schnellkorrektur korrigiert werden. Meist ist ein Vollkalender auch mit einer Mondphasenanzeige kombiniert.

W

  • Wasserdichtigkeit
    Die Angaben über die Wasserdichtigkeit von Uhren führen immer wieder zu Missverständnissen, da die angegebenen Meterangaben irreführen sind. Die Angabe der Wasserdichtigkeit erfolgt korrekterweise in Bar statt Metern, d.h. 3 bar = 30 m / 5 bar = 50 m / 10 bar = 100 m / 20 bar = 200 m.
  • Wecker
    Uhr mit Schlagwerk (franz. réveil) das sich auf jede beliebige Zeit einstellen lässt und in Taschen- wie auch Armbanduhren verwendet wird.
  • Weicheisenkäfig
    Dient im Uhrengehäuse integriert zur Abschirmung des Uhrwerks vor Magnetismus um Funktionsbeeinträchtigungen auszuschließen. Von besonderer Bedeutung für Fliegeruhren oder Uhren im physikalisch-technischen Bereich.
  • Weltzeit
    Im Rahmen der Washingtoner Meridiankonferenz 1884 auf Greenwich als Nullmeridian festgelegte Greenwich Mean Time (GMT) und damit erste allgemein gültige Weltzeit statt der lokalen Ortszeiten. Seit 1928 wird sie als Universal Time (UT) bezeichnet. Seit 1972 wird als Weltzeit die durch Atomuhren dargestellte Koordinierte Weltzeit (UTC) verwendet. Im Alltag gilt die jeweils gültige Zonenzeit, im internationalen Verkehr, wie etwa im Flugverkehr die Weltzeit.
  • Werk
    Bezeichnung für Uhrwerk.

Z

  • Zeiger
    Instrument für die analoge Zeitanzeige von Stunden, Minuten und Sekunden (Drei-Zeiger Uhren, fallweise auch des Datums (Zeigerdatum). Auf sportlichen Uhren sind Stabzeiger oft mit Leuchtmasse beschichtet.
  • Zeigerwerk
    Vom Uhrwerk getrenntes Räderwerk über das die Zeiger angetrieben werden.
  • Zeitzonen
    Es gibt insgesamt 24 Zeitzonen, die je 15 Längengrade umfassen und beim Nullmeridian (Greenwich) beginnen. Beim Übergang von einer zur folgenden Zeitzone verschiebt sich die Zeit um eine Stunde. Je nach Himmelsrichtung verschiebt entweder eine Stunde nach hinten (Westen) oder nach vorne (Osten). Die wichtigsten internationalen Zeitsignale sind: DCF77 (Deutschland) in Mainflingen in Hessen, MSF (Großbritannien) in Anthorn, JJY (Japan), WWV (USA) in Fort Collins, WWVH (USA) auf Hawaii, BPC (China) in Shangqiu.
  • Zentralsekunde
    Bei Uhren mit Zentralsekunde werden die Sekundenschritte über einen in der Mitte des Zifferblatts angebrachten Zeiger angezeigt. Moderne Uhrwerke besitzen meist eine direkte Zentralsekunde während bei älterenUhrwerks-Konstruktionen die Kraft mittels einer indirekten Zentralsekunde umgeleitet werden muss.
  • Zifferblatt
    Zur Anzeige der Uhrzeit ist das Zifferblatt in gleichmäßige Abschnitte unterteilt. üblicherweise wird zur Anzeige der Stunden das Blatt mittels Indexen (z.B. Ziffern oder Strichen) zwölfmal, zur Anzeige der Minuten und Sekunden mit Strichen 60-mal unterteilt.
  • Zugfeder
    Die Zugfeder besteht aus einer Metallfeder, die im Federkern und der Federhauswandung eingehängt ist. Ihre Aufgabe besteht darin durch Spannung die beim Aufziehen der Uhr entstehende Energie zu speichern.
  • Zwei unabhängige Federhäuser
    Das erstes Federhaus dient als Energielieferant für die normalen Funktionen einer Uhr, das zweites für engergieaufwändige zusätzliche Komplikationen.

  • Äquation
    Eine Uhr mit Äquation oder Zeitgleichung gibt die Abweichung der Mittleren Sonnenzeit nach der ein Tag gleichmäßig in 24 Stunden geteilt ist, von der Wahren Sonnenzeit wie sie von der Sonnenuhr angezeigt wird, an.
  • Übereinander angeordnete Federhäuser
    Doppelfederhaus bei dem zwei Federhäuser in Reihe geschaltet werden, um eine möglichst lange Gangdauer zu erreichen.